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Passionsandacht Militärpfarrer Hans Günter Breuer, Bückeburg
Schwestern und Brüder,
wo sollen wir hin mit den schrecklichen Bildern, die tagtäglich auf uns einstürzen?
Niemand sage: es sind doch nur Bilder, die wir im Fernsehen oder im Internet oder in den Zeitungen und Zeitschriften sehen – wir wissen doch:
Hinter diesen Bildern, hinter diesen Filmen und Fotos steht Tatsächlichkeit, sie bilden die Realität ab.
Wohin mit diesen Bildern, wie sollen wir sie verkraften?
Die Bilder von Toulouse , Syrien, Afghanistan, Japan…..
Tagtäglich - immer wieder neue Bilder, neue Orte, neue Namen, die auf die Liste des Schreckens kommen – spätestens am Ende eines Jahres, in der Chronik des Jahres, kommen sie wieder vor, werden sie wieder erinnert. Für viele Menschen haben sie sich allerdings längst in die Seele eingebrannt. Für Menschen, die eben nicht nur Bilder gesehen haben, sondern das Geschehene selbst miterlebt und durchlitten haben.
Wir sprechen von „posttraumatischen Belastungen“. Aufgrund solcher schweren Belastungen kommt es bei vielen Menschen, und es sind unzählige Menschen, eben weil es so viel Leid auf dieser Welt gibt, zu seelischen Störungen. Natürlich denke ich hier in besonderer Weise an unsere schwer traumatisierten Soldaten aus den Einsätzen. In meinen persönlichen Gebeten bin ich unseren Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, aber auch vor Ort im Schaumburg-Lipper Land sehr herzlich verbunden. Und ihr als Gemeinde dürft Eure Soldatinnen und Soldaten auch nicht vergessen und seid dankbar für den Dienst den sie alle fürs Vaterland tun.
Wohin nur sollen Menschen mit den schrecklichen Bildern? Wohin mit ihrem Erleben der unfassbaren Gewalt? Wohin mit dem Erleben von Unrecht, das sie zum Wahnsinn treibt?
Die Botschaft vom Karfreitag sagt: Zum Kreuz, zum Kreuz Jesu Christi!

Soll hier mit einem weiteren Schreckensbild der Schrecken selbst überwunden werden? In gewisser Weise: Ja.
Die Kreuzigung Jesu ist in der tat ein schreckliches Ereignis, an Brutalität wohl kaum zu überbieten, die schlimmste Form der Todesstrafe:
- man geißelte den verurteilten
- er musste den Querbalken des Kreuzes selbst zum Richtplatz schleppen
- mit ausgebreiteten Armen wurde er an den Querbalken genagelt
- es war ein langes, qualvolles Sterben
Wir brauchen nicht viel Phantasie, liebe Schwestern und Brüder, um zu erahnen, wie viele Menschen angesichts der Bilder dieser Qual auch entsetzt und eben auch traumatisiert waren.
Aber dann ist es in dieser Kreuzigung doch etwas geschehen, hat einen Niederschlag in den wenigen Worten gefunden:
„Es ist vollbracht!“ (Joh. 19, 30)
Das ist das letzte Wort Jesu am Kreuz nach der Überlieferung des Evangelisten Johannes:
„Es ist vollbracht!“
Ein für allemal vollbracht.
Der ganze Wahnsinn des sinnlosen Leidens ist überwunden. Ein für allemal besiegt.
Das Geschehen am Kreuz, Gottes Sühneopfer für uns Menschen, hat eine fast unglaubliche Tiefendimension. Diese Tiefendimension theologisch z erkennen, fällt vielen Menschen schwer. Die Heilige Schrift sagt, dass dieses Opfer notwendig war, im wahrsten Sinne notwendig, um unsere menschliche Not zu wenden. Und zwar ein für allemal.
Das Leiden und Sterben des Sohnes Gottes selbst am Kreuz -stellvertretend für uns- in Aufnahme unserer Schuld, aller Schuld der Welt! Der Anblick des Kreuzes Jesu, des Gekreuzigten, des Kruzifixus, soll kein neues Entsetzen auslösen, sondern im Gegenteil: zum Trost werden: das alles hat Gott selbst in Jesus Christus selbst erlitten, diesen ganzen Wahnsinn, dieses Unrecht, diesen Schmerz.
Alles bis zum bittersten Ende durchlitten – um zu allerletzt zu überwinden:
den Tod zu besiegen.
Er musste da hindurch, mitten hindurch durch dieses Leid, mitten hindurch durch diese Sinnlosigkeit, um den tiefsten Sinn zu finden, das Leben zu erringen. Am Ende das ewige Leben; ohne Leid, Tränen, ohne Geschrei und Schmerz.
Der Blick aufs Kreuz tröstet. Deshalb macht es Sinn. Dass etwa in Krankenhäusern an den Wänden der Krankenzimmer und der Sterbezimmer Kruzifixe hängen. Nur der oberflächliche Betrachter wird sie falsch interpretieren.
Dem Glauben erschließt sich die tröstliche Kraft:
„Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und lass mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot“ (EG 85,10)
- Amen-
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In der Hamburger St. Jacobikirche trafen sich in diesem Jahr wieder alle norddeutschen Pilger-Veranstalter und am Pilgern interessierte Menschen zur Pilgermesse, die in diesem Jahr zum vierten Mal stattfand.
Zu Beginn der Veranstaltung zogen die Pilger durch die Kirchentüren aus allen Himmelsrichtungen in die schon umfangreich besetzte Kirche ein, so begann der Gottesdienst mit über 300 Gästen von Nah und Fern.
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Mit einem Abendsmahlsgottesdienst wurde die Pilger-Messe durch den Pilger-Pastor Bernd Lohse eröffnet. Im bunten Reigen durch die Kirchenschiffe hatten sich über 30 Aussteller aufgereiht, um über ihre Aktivitäten zu informieren.
Wir bekamen einen zentralen Platz im mittleren Kirchenschiff und waren über die gesamte Zeit der Messe von interessierten Pilgern „belagert“.
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Gegen 14 Uhr bekamen wir die Möglichkeit über unser Pilger-Projekt vor großem Publikum zu berichten. Dabei entwickelte sich eine interessante Perspektive im Bezug auf die Möglichkeit, ob pilgern auch als Therapie nach Posttraumatischen Belastungen ein Mittel der Wahl sein kann.
Wir konnten diese Thematik nicht abschließend diskutieren, doch wir sehen in diesem Feld eine Aufgabe und wollen das Thema mit in die Agenda unserer nächsten Tagung aufnehmen.
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Viele Menschen interessierten sich für unser Probe-Pilgern in der Probstei. Wir haben bewusst in diesem Jahr eine kurze Strecke ausgewählt, um auch dem unerfahrenen „Neupilger“ eine Chance zu geben.
Wir hoffen, dass viele mit uns auf dem Weg an der Ostsee pilgern und geben hier noch einmal die Möglichkeit zur Anmeldung.
Samstag 12. Mai 09.00 Uhr Start am Jugendhof in Kalifornien, 21km bis Todendorf; nach Gottesdienst, Übernachtung und Frühstück geht es an der Küste zurück nach Kalifornien 17km, das Pilgern endet mit einer Abschlussandacht und einem Kaffeetrinken am Jugendhof um 16.00 Uhr, Pilgergebühr 23 Euro.
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Text & Bilder:
StFw Siegmann
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Pilgern, der Weg zur Entschleunigung. So, oder so ähnlich, erleben wir immer wieder die Zeit, wenn es im Mai vor den Kirchentagen losgeht.
Im Jahr 2012 führt es uns nur auf einen kurzen Weg, es soll eine Probe sein, ein Ausprobieren, ob ich Pilgern erleben möchte. Die Gemeinschaft Evangelischer Soldatinnen und Soldaten lädt alle Interessierten und Suchenden ein mit auf den Pilgerweg in der Probstei zu kommen.
Der Weg beginnt am Samstag, den 12. Mai 2012 am Jugendhof in Kalifornien. Nach 21 km erreichen wir Todendorf in der Hohwachter Bucht. Eine abendliche Andacht und ein gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer beenden diesen ersten Pilgertag.
Übernachten werden wir in der nahegelegenen Truppenunterkunft auf dem Flugabwehr-Schießplatz.
Am nächsten Morgen geht es mit der Sonne im Rücken am Strand 17 km zurück nach Kalifornien. Hier beenden wir dieses Probepilgern mit einem gemeinsamen Mahl auf dem Jugendhof.
Eine Übersicht des Pilgerwegs finden Sie hier.
Für die entstehenden Kosten berechnen wir ein Startgeld i.H.v. 23,00 €
Anmeldung bis 23. März 2012, unter
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